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Die Beratungstätigkeit der UFS ist in jedem Fall wichtig, aber oft wenig «spektakulär» oder in einem juristischen Sinn komplex. Nicht selten geht es um das Erklären eines Sachverhaltes oder um Informationen, wie die Sozialhilfe funktioniert. Das führt bei Klient:innen oft zu mehr Klarheit – und schon dies alleine kann viel helfen, mit einer schwierigen Situation fertig zu werden. Einblicke in den Beratungsalltag sollen dies illustrieren:

  • Eine Frau wendet sich an die UFS. Sie hat ihre alte Wohnung verlassen müssen, da diese abgerissen werden soll. Die neue Wohnung, die sie annehmen muss, um nicht auf der Strasse zu stehen, hat aber einen deutlich höheren Mietzins. Nun befürchtet die Klientin, die Gemeinde ziehe ihr die Mehrkosten für die Wohnung ab, was zu tieferen Sozialleistungen führe. Die UFS-Rechtsberaterin prüft den Sachverhalt und kommt zum Schluss: «Nein, das ist nicht der Fall. Die Gemeinde hat korrekt gerechnet.» Die Miete bezahlt die Gemeinde direkt dem Vermieter. Vom übrigen Sozialhilfebudget zieht die Gemeinde Kinderzulagen der SVA und Kinderalimente des Vaters ab, welche der Klientin direkt ausbezahlt werden. Was übrig bleibt, zahlt sie der Klientin aus. Nun kann die Frau das Budget nachvollziehen und ist zufrieden. Sie weiss, dass ihr zwar wenig Geld zu Verfügung steht, aber ihr nichts vorenthalten wird.
  • Ein Mann ist seit längerem arbeitslos. Die Arbeitslosenunterstützung läuft nun aus und es steht der Gang aufs Sozialamt bevor. In dieser für ihn sehr belastenden Situation wendet er sich mit verschiedenen Fragen betreffend Arbeitssuche, möglichen Integrationsprogrammen und seiner gemäss den örtlichen Mietzinsrichtlinien zu hohen Miete an die UFS. Die Rechtsberaterin informiert ihn über die Rechtssituation in den verschiedenen Bereichen, sodass der Mann nun weiss, wie er handeln kann und was er unternehmen muss.

Dies sind nur zwei der über 1'000 Fälle, welche das Team der UFS-Rechtsberatung jedes Jahr entgegennimmt. Es sind typische Beispiele, wie die UFS-Rechtsberaterinnen und Rechtsberater durch ihre Beratungstätigkeit für die Klientinnen und Klienten Transparenz im komplexen Bereich der Sozialhilfe schaffen und ihnen ihre Rechte und Pflichten darlegen können. Dies führt zu mehr Sicherheit im Umgang mit der für sie schwierigen Situation.